Vom Haus auf dem Felsen

„Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war.“ (Luk 6, 74-48)
Nach dem Erdbeben 2008 in unseren Partnergemeinden Shangi & Muyange waren Häuser, Schulen und Kirchen zerstört oder schwer beschädigt – nicht jedoch unsere Partnerschaft, sie ist auf festem Fels gebaut. Wir haben unsere Partnergemeinden besucht und wir arbeiten gemeinsam am Wiederaufbau.
Das Koordinationsbüro in Kigali hat nun nach Prüfung und in Abstimmung mit der Diözese Cyangugu beim Land Rheinland-Pfalz den Antrag für den Wiederaufbau des Gemeindesaals „Salle Polyvalente“ gestellt. Die Mehrzweckhalle in der abgelegenen Region im Südwesten Ruandas bietet den Menschen dort die einzige Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Sie ist Unterhaltungsraum, Treffpunkt, Hilfe- und Informationszentrum. Der Saal wird in mehreren Schritten neu aufgebaut und finanziert.
In der 1. Phase soll der Funktionstrakt abgerissen, wieder aufgebaut und ausgestattet werden. Hier werden neben einem kleinen Saal u. a. die sanitären Einrichtungen, eine Küche, die Bibliothek und ein Internetcafé untergebracht sein. Die veranschlagten Kosten belaufen sich bei dem derzeitigen Umrechnungskurs auf 71.438,41 EUR. Das Land Rheinland-Pfalz und die Pfarrei St. Martin mit ihren Partnern möchten die Finanzierung übernehmen.
In einer 2. Phase und im Rahmen des finanziell Machbaren soll dann der Abriss des beschädigten Gemeindesaals angegangen und mit dem Wiederaufbau der Gemeinderäume begonnen werden. Hierfür ist ebenfalls mit einem Aufwand von etwa 70.000 EUR zu rechnen, was noch gesondert beantragt werden muss.
Die Pfarreien Shangi und St. Martin freuen sich auf Ihre Unterstützung und möchten sich bereits jetzt hierfür herzlich bedanken.
zum Antrag auf Förderung (.pdf)
Solaranlage für Shangi

Mittlerweile wurden die Fundamente der Grundschule in Shangi neu errichtet (siehe Bild) und der Wiederaufbau schreitet voran. Für die Gewährleistung einer Stromversorgung soll eine Solaranlage installiert werden.
Die „DB Schenker Rail Deutschland AG“ (Railion) möchte die Finanzierung der Solarpanelen übernehmen. Die Pfarrei St. Martin wird die Batterien der Anlage finanzieren. Die Solaranlage selbst kommt von der Firma „Solar23“ aus Dettingen. Ein Techniker des „Überlandwerk Groß-Gerau“ wird in Shangi die Betreuung der Anlage übernehmen. Das gesamte Projekt kann nun mit Unterstützung der Stiftung „Energie für Afrika“ umgesetzt werden.
Hierfür möchten wir allen Spendern und Förderern herzlich Danke sagen.
Ostergrüße aus Shangi
Liebe Freunde in der Pfarrei St. Martin,
wir grüßen Euch und wünschen Euch glückliche Feste, die da kommen: Palmsonntag und Ostern – “Christus lebt Halleluja!”
Vom 07.04. bis 13.04. gedenken wir unseren Brüdern und Schwestern die Opfer des Genozids wurden. Die Abschlussveranstaltung für den Sektor Shangi ist am 13.04. in Shangi. Im Gebet sind wir vereint.
Für die Schüler in Shangi haben die Osterferien begonnen. Sie dauern zwei Wochen. Die Schule fängt wieder am 20.04. an. [...]
Ich habe die Gefangenen besucht, sie grüßen Euch herzlich. Am 02.04. hätte Abbé Aimé endlich seinen gewünschten Prozess gehabt, aber seltsamer Weise wurde der einzige Prozesstermin abgesagt, mehr weiß man nicht. Wir wissen auch nicht, wer den Befehl dazu gegeben hat. Er behält den Mut und erträgt weiterhin den Leidensweg. Hoffen wir, dass der Tag kommen wird.
Ich habe auch erfahren, dass Mahirane und Karorero noch einmal zurückkommen können, wenn es durch die Gacaca-Gerichte entschieden wird. Das wäre ein Triumph des Herrn.
Viele Grüße von Pfarrer Thaddée, Pfarrer Alexis, Abbé Aimé, Abbé Laurent und von meinen Brüdern.
Léoncie
Auto für Shangi

Eine erfreuliche Nachricht erreichte uns Anfang März 2009, unsere Partnergemeinde in Shangi hat endlich ein Auto.
Shangi ist dringend auf ein Auto angewiesen, der Südwesten Ruandas liegt weitab der großen Zentren Kigali, Butare oder Cyangugu. Das nächste Krankenhaus ist für die Menschen in Shangi nur zu Fuß, nach einem Marsch von etwa 3 Stunden zu erreichen. Medikamente, Baumaterial, Lebensmittel usw. – alles musste über weite Strecken zu Fuß oder mit dem einzigen Motorrad von Pfarrer Alexis angeschafft werden.
Wir freuen uns, dass St. Martin helfen und Geld für die Beschaffung des Geländewagens spenden konnte.
Insgesamt stiftete unsere Pfarrgemeinde 10 500.- EUR, ein Restbetrag von knapp 8 000.- EUR steht noch aus; dieser wird von der Gemeinde Shangi in Raten abbezahlt, wofür sich Bischof Jean Damascène verbürgt hat. Unsere Partnergemeinde überlegt, wie sie selbst noch einen Betrag erwirtschaften kann, um das Auto schnellstmöglich abbezahlen zu können.
Wir möchten auch hier weiterhelfen und freuen uns, wenn Sie das Projekt “Auto für Shangi” weiter unterstützen könnten. Dafür bedanken sich ganz herzlich, die Menschen der Pfarreien in Shangi und St. Martin.
Spendenkonto:
Partnerschaft 3. Welt – St. Martin e. V.
Kreissparkasse Kaiserslautern
Kto.-Nr.: 29207; BLZ 540 502 20